Nachruf Adi Brunner

Zum plötzlichen Tod von Arnold Brunner jun.

Das Jahr 2026 war das Jahr der Volkstanzveranstaltungen, der Liachtmeßtanz unter der Organisation von Adi Brunner jun. fand eine neue Heimat in Unterfrohnstetten. Und die Loahmbergmusi und die Jausengeiger spielten bei verschiedenen Volkstanzveranstaltungen in Schaufling und Seebach.

Am Sonntag vor 2 Wochen wollte Adi mit der Loahmbergmusi beim Kocherlball in Osterhofen zum Tanzen aufspuin. Nach einem Fahrradsturz am Abend vorher, musste er sich einer Operation unterziehen und sein Sohn Benedikt übernahm im Bassregister der Loahmbergmusi. Nach dem gut überstandenen Eingriff war er bereits wieder voller Pläne für die Reha, aber auch für kommende musikalische Projekte. Als er am 31.07. ganz plötzlich und für alle unerwartet, verstarb.

Adi Brunner hinterlässt 3 Kinder, Max, Vroni und Benni und seine geliebte Frau Uschi. Eine riesige Lücke trifft die ganze Familie. Seinen Vater Arnold Brunner sen. und die Schwestern Lilo und Evi mit Albert. Die Familien Ettrich und Stoiber, als Schwagerfamilien sind ebenfalls tief getroffen.

Seine große Musikantenfamilie musste sich am 11.08. bei einem musikalischen Trauergottesdienst von ihm verabschieden. Gruppen aus nah und fern, musizierten und trauerten. Die übervolle St. Martinskirche erklang auch als stimmgewaltiger Chor, angeführt von Konrad Jocher mit dem Kirchenchor von St. Martin dem Adi seit 2006 angehörte.

Der Duschlhof Viergesang aus dem Rottal, die Nachtliachtl Musi aus dem Landkreis Mühldorf und die Bläser unter Oliver Kellermeier sind hier nur stellvertretend für alle anwesenden Musiker genannt, die ihn auf seinem letzten Weg begleiteten.

In Deggendorf geboren besuchte Adi das St. Gotthard Gymnasium in Niederalteich und studiert danach in Regensburg Bauingenieurswesen, die Firma Streicher wurde seine berufliche Heimat, der er nach vielen Bauleitungen, sein Wissen über IT, seit 38 Jahren schenkte. Auch in der Jury des Zwieseler Finks war Adi seit 1998 tätig und wurde mit seiner musikalischen Erfahrung geschätzt.

Seine größte Freude war das gemeinsame Musizieren mit seiner Familie. In der Jugend mit seinen Schwestern Evi und Lilo, Gewinn des Jugendfinks 1980, den Mietrachinger Musikanten und der Deggendorfer Kirtamusi. Zusammen mit seiner Ehefrau gründeten sie 1999 die Jausengeiger und dann um 2021 die Loahmbergmusi. Das Musiktalent seiner Kinder war sein ganzer Stolz.

Die Weitergabe der Volksmusik lag Adi aber generel, sehr am Herzen. In seinem Volksmusikseminar, dass heuer zum 37. mal in der Landvolkshochschule in Niederalteich, stattfinden sollte, traf sich jedes Jahr seine große Musikantenfamilie. Adi, du wirst von allen, schmerzlich vermisst. Das Seminar am 4.-6.-9.2026 findet heuer, aus gegebenen Anlass nicht statt.

Der vollklingende Kontrabasston von Adi Brunner ist für immer verstummt.

Von Elisabeth Hofmann, Volksmusikpflegerin Deggendorf