Ein informativ-singerischer Abend mit Ernst Schusser
Am 30. September 2026 um 19.30 Uhr erzählte Ernst Schusser im Cafe und Weinstube Siebensee über das Leben und Wirken von des Volksmusikforschers Kurt Huber.

Er war 1893 in der Schweiz geboren und kam nach dem 1. Weltkrieg als Lehrer und Wissenschaftler an die Universität in München: Prof. Dr. Kurt Huber hat als
Sammler und Forscher im Bereich Lied, Musik und Tanz in dieser Zeit wesentliche Erkenntnisse über die regionale traditionelle Volksmusik in Ober und Niederbayern erarbeitet. Ab 1925 war er in Zusammenarbeit mit dem Kiem Pauli (in Oberbayern) unterwegs – in Niederbayern gelangen ihm auch für heute wesentliche Funde! Das Landshuter Preissingen 1931 hatte eine besondere Wirkung.
Der nationalsozialistischen Kulturpolitik stand er anfangs positiv gegenüber, da sie seinen wissenschaftlichen Bestrebungen entgegenkam.
Nachdem er die wahren Interessen erkannte, schloss Huber sich jedoch den Studenten der „Weißen Rose“ in München an und wurde 1943 vor dem Volksgerichtshof gedemütigt, verurteilt und hingerichtet.
Neben der Lebensgeschichte von Prof. Huber gab es auch viele praktische Beispiele zu hören – und es wurden auch viele Lieder aus der Sammlung von Huber in Niederbayern gemeinsam gesungen.
Die Besucher des Vortags konnten sich auch Volksmusik-Bücher und Noten aus der früheren
Arbeit des Referenten im „Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern“ kostenlos
mitnehmen.

