Harmonisches Jugend- und Familienvolksmusikseminar vom 23.- 25. Januar verbracht

An der Zahl ein wenig geschwächt durch gesundheitliche Ausfälle, aber mit viel Energie durch die Teilnehmer, Eltern, Großeltern, Kinder und Jugendliche, konnte wieder das Jugend- und Familienvolksmusikseminar im Jugendhaus St. Anna bei Freising durchgeführt werden. Dass die Veranstaltung mittlerweile etwas Kultstatus hat, konnte man daran erkennen, dass die Teilnehmer nicht nur aus dem Landkreis Landshut kamen, sondern auch aus Freising, Erding, München Pfaffenhofen, Eichstätt, Mühldorf, München und Dingolfing.

Die bunte Schar der Referenten setzte sich zusammen aus: Willi Bauer aus Passau, der das Seminar seit 25 Jahren als Universaltanzmusikant mit seinem Akkordeon bespielt und begleitet, Benedikt Brunner aus Deggendorf, Multiinstrumentalist und Student an der Münchner Hochschule für Musik und Theater, war zum ersten Mal dabei und übernahm die Blasmusik. Ebenfalls neu, stellte sich Regina Strasser aus Altötting vor, die an der Musikschule Inzell unterrichtet und die Saiteninstrumente hervorragend koordinierte. Johanna Senger, deren musikalischen und elterlichen Wurzeln in Straßkirchen bei Bogen und im österreichischen Weinviertel liegen, zeigte ein feines Gespür für die Vermittlung von Liedern und Stücken und den Umgang mit Kindern, sie übernahm das Kindermusizieren der etwas Größeren. Eva Eixenberger aus Innsbruck zählt ebenfalls bereits zum Stamm. Sie betreute, erfolgreich wie schon oft, die Lernwilligen im Fach Steierische Harmonika. Zum Urgestein gehört auch Maria Wimmer aus Landshut, versiert in allen Fragen der Kinderbetreuung im Basteln, Spielen und Singen, damit die Eltern selbst wieder einmal musizieren konnten. Als Besonderheit gab es eine Zithergruppe, die sich selbstständig versorgte, sowie eine Gesangsgruppe, die dieses Wochenende zum Üben nutzte. Der Freitag galt vorwiegend dem personellen und musikalischen Kennenlernen und der Zusammenstellung. Am Samstag folgte in Untergruppen das Lernen von Stücken, aufgelockert durch Lieder und Tänze für alle. Der Fest- und Abschlussabend am Samstag, wurde wieder durch die Teilnehmer und Referenten gestaltet. Er begann mit einem Wortgottesdienst, mit Texten gesprochen von Katharina Wachinger und gemeinsamen Gesang, sowie Umrahmung durch ein solistisches Ziachstück, der Zithergruppe, der Gesangsgruppe und den Bläsern. Nach dem Gottesdienst folgte ein Querschnitt durch die volksmusikalische Welt. Im bunten Durcheinander wurden bereits erlernte Lieder, Weisen, Stücke und Tänze vorgestellt. In vorher ausgelosten Familiengruppen, mussten mit Gegenständen, die irgendwie zu finden waren, meist als Pantomime, Figuren aus Finderfilmen dargestellt, was oft herzhaftes Gelächter auslöste und erraten werden. Ein Bärenlied sammelte die müden Kinder ein und entführte sie mit einem Betthupferl-Marsch in die Betten. Die Erwachsenen saßen noch gemütlich bei Tanz, Liedern und Gesprächen zusammen, bis das Küchenteam noch mit einem mitternächtlichen Imbiss überraschte. Die Wiederholung des Gelernten stand am Sonntag im Vordergrund. Am Schluss bedankte sich Volksmusikpfleger Toni Meier, der die Gesamtleitung innehatte, bei allen Mitarbeitern, Referenten, Kuchenspenderinnen und natürlich bei Johannes, Annemarie und Johanna Kleebauer, die seit vielen Jahren als Küchenteam für das kulinarische Wohlbefinden der Mitmachenden verantwortlich sind. Zusammengenommen betrachtet, wurde das Seminar als sehr harmonisch und gelungen empfunden.


