Der Schuster Heini, ein leidenschaftlicher Musikant
Heinrich Schweiger, geboren am 28.5.1958 in Widdersdorf bei Gündlkofen, als Sohn eines bekannten Brautführers, Musikant aus Leidenschaft, verstarb am 9.7.26 während eines Wirtshausbesuches beim Krodinger in Münchnerau. Er war nach einer Beerdigung mit dem Rad dorthin gefahren.
Aufgewachsen ist er auf dem elterlichen Hof, vulgo: „Beim Schuster“ in Widdersdorf. Sein jüngerer Bruder kam im Kindesalter bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nach der Volksschule erlernte er den Beruf des Maschinenschlossers bei Steinbock/Jungheinrich in Moosburg und blieb seiner Arbeitsstelle zeitlebens treu. Nebenher bewirtschaftete er das elterliche Gehöft. Schon früh erlernte er das Akkordeonspiel und gehörte ab 1975 zu den Gründungsmitgliedern der Jugendblaskapelle Bruckberg. Bereits beim Grundwehrdienst der Bundeswehr, wollte man ihn im Musikkorps haben, er entschied sich jedoch für Heimat und Hof. Aus der Jugendblaskapelle wurden die Bruckberger Dorfschmidmusikanten und der Schuster Heini gehörte mit seinem Tenorhorn quasi zum Grundgestein und Inventar. Überall, ob auf Tanzveranstaltungen, Volksfesten, Fahnenweihen, Roider-Jackl-Singen oder Beerdigungen war er zu hören. Zudem war er ein begehrter Aushilfstenorhornist. Sehr aufgeschlossen war er auch gegenüber dem Volksmusikverein.
Außerdem liebte er die Natur, war begeisterter Hobbyradfahrer, auch Reisen in ferne Länder gehörte zu seinen Vorlieben, die er oft selber für andere organisierte. Heini war nie verheiratet, aber ein Vorbild für die Gesellschaft und den Glauben. Die Marianische Männerkongregation, Feuerwehr, Schützen, KSK, viele Musikanten und eine übervolle Kirche gaben ihm das letzte Geleit und seine Bruckberger spielten ihm zum letzten Mal seinen Lieblingsmarsch, den „Castaldo“.

