Nachruf Walburga Ragner

Walburga Helena Ragner, Volkstänzerin

Burgi, eigentlich hätte man Wally sagen müssen, kam am 26.11.1961 als Tochter und jüngstes Kind von Walburga und Josef Ragner auf die Welt und damit beginnt ihre Besonderheit, einfach, weil sie etwas anders als die Meisten war. Aufgewachsen ist sie mit 4 Geschwistern in Furth bei Landshut und machte eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten. Ihr Tanz- Schauspieler- und Gesangstalent bewies sie bei der Altdorfer Narhalla, beim Volkstanz, bei der Theatergruppe und der Liedertafel Furth, sowie beim Gospelchor. Etwa Anfang -bis Mitte der 1980er Jahre waren wir eine Volkstanzclique mit ca. 20 Personen die sich immer auf den öffentlichen Tänzen traf. Nicht nur der männliche Teil war von der Ausstrahlung und der Aura, die sie umgab, fasziniert. Optimistisch, humorvoll, quirlig und mit positiver Lebenseinstellung begeisterte sie ihr Umfeld.

1985 erlitt sie einen schweren Autounfall, bei dem sie mit 24 Jahren fast aus dem Leben gerissen wurde. 6 Wochen lag sie im Koma und am 24.Dezember meldete sie sich mit dem Augen öffnen ins Leben zurück. Trotz schwerster Verletzungen gab sie nicht auf und eröffnete nach ihrer Genesung, ihren eigenen Drogeriemarkt. Burgi`s Drogerie in Altdorf. Nach vielen Jahren kam die Eröffnung von Burgi`s Energietempel, der Oase der Harmonie und Entspannung, in dem sie ihre Berufung fand. Sie war Ruhepol und Energiespender für ihre Patienten und eine geschätzte und beliebte Entspannungstherapeutin. Dann, 2013, ein erneuter Auffahrunfall, mit neuen Verletzungen und aufgerissenen alten Wunden. Auch die meisterte sie durch ihre Lebenseinstellung: Hinfallen-aufstehen-Krönchen richten-weitergehen. Doch trotz eines dritten Unfalls und vielen darauf folgenden Stürzen machte sie immer weiter und verlor nie den Lebensmut. Gewohnt hat sie in der Landshuter Altstadt bis es nicht mehr ging und sie ins Pflegeheim wechseln musste. Von der Reha in Oberhatzkofen übers Pflegeheim Pattendorf nach Landshut ins St.Jodokstift. Mit ihrem Motto „I bleib no a bissl da“ versprühte sie weiter Lebensmut. Nach einem knappen Jahr ging es ihr immer schlechter. Dreimal musste sie noch ins Krankenhaus, bevor sie am 8.11.25, mit nur 63 Jahren friedlich einschlafen durfte.

Toni Meier nach Robert Ragner